Atlassian hat mit Bamboo 5.15 jüngst eine neue Version des Continuous Integration- und Continuous Delivery-Werkzeugs freigegeben. Hauptaugenmerk dieser Version liegt auf der Unterstützung von Git Large File Storage (LFS).

Git ist inzwischen weit verbreitet und Atlassian hat vor einiger Zeit bereits Git LFS-Unterstützung in Bitbucket implementiert – mit Version 5.15 ist nun auch Bamboo Server in der Lage, mit LFS umzugehen. Git LFS ermöglicht es, sehr große Dateien in Git einzubinden, ohne die Entwicklungsgeschwindigkeit zu beeinträchtigen. Die Unterstützung für Git LFS ist laut Atlassian nur ein Teil der Strategie, Bamboo zu einem elementaren Teil einer CI/CD-Pipeline zu machen.

Bamboo Git LFS

Für Git- und Bitbucket-Repositories unterstützt Bamboo von nun an Git LFS und hilft damit, Speicherplatz und Zeit zu sparen, indem große Dateien innerhalb von Git durch einen Zeiger auf die eigentlichen Dateien auf einem dedizierten Server ersetzt werden. Bevor Bamboo mit Git LFS-Unterstützung aufwarten konnte, war der Entwicklungszyklus für Anwender, die LFS in Bitbucket eingesetzt haben nicht vollständig. Wer beispielsweise große Medien- oder Installationsdateien in einem Git-Repository abgelegt hatte und im Buildprozess darauf verweisen musste, stand bisher vor einem Problem. Ab jetzt kann die gesamte Delivery-Pipeline auf Git LFS setzen.

Dies ist ebenfalls eine Erleichterung für Workflows, die Abhängigkeiten wie JARs oder andere Binärdaten bündeln. Falls Sie den Prozess des Klonens und der Check Outs beschleunigen möchten, kann Bamboo so konfiguriert werden, dass nur die benötigten Binärartefakte ausgelesen werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern ermöglicht es Bamboo, neben Bitbucket als Lösung für Teammitglieder wie Designer, Sysadmins oder Multimedia-Entwickler zu dienen, die Git jenseits des ursprünglichen Einsatzzweckes mit Fokus auf kleine Dateien verwenden.

Systemweite Verschlüsselung

Da Bamboo ein elementares Werkzeug für die Auslieferung von Software innerhalb Ihrer CI/CD-Pipeline ist, wandern viele geschäftskritische Daten durch das Tool. Bamboo speichert sensible Daten zur Authentifizierung externer Systeme, wie Versionskontrollsoftware, Issue Tracker und Deployment-Ziele. Um diese Daten zu schützen, setzt Bamboo ab jetzt auf systemweite Verschlüsselung.

Der sichere Verschlüsselungsmechanismus bestimmt, was ver- und entschlüsselt wird. Variablen mit Schlüsselworten wie „secret“ oder „password“ sowie Zugangsdaten innerhalb der Repository-Konfiguration werden automatisch verschlüsselt. Mit systemweiter Verschlüsselung werden alle Daten in Datenbank und Dateisystem verschlüsselt. So sinkt das Risiko, dass sensible Daten aus Versehen sichtbar werden, und Backups werden sicherer und einfacher.

Verbesserungen der Branch-Status-Seite

Git LFS und systemweite Verschlüsselung sind nicht die einzigen neuen Features in Bamboo 5.15. Atlassian hat die Branch-Status-Seite, die mit Bamboo 5.14 eingeführt wurde, überarbeitet. Es ist von nun an möglich, Build-Pläne anhand von drei Eigenschaften zu sortieren, und zwar anhand des Plan-Namens, Build-Status und Build-Datums. Diese Sortierung wird pro User persistiert und für alle Repositories und Zweige gespeichert, auch wenn man die Seite aktualisiert oder sich erneut einloggt.

Eine weitere Änderung an der Branch-Status-Seite ist das Favicon: Anhand des Icons lässt sich erkennen, ob der Branch sich in einem guten Zustand befindet. Dank dieser iterativen Verbesserungen an der Branch-Status-Seite lassen sich Plan-Konfigurationen einfacher verwalten und alle Zweige betreffende Informationen übersichtlich abrufen.

Weitere Änderungen

Bamboo 5.15 unterstützt die Spring Scanner 2-Bibliotheken. Spring Scanner macht es einfacher, Plugins zu entwickeln und lässt diese schneller laden. Weiterhin hat Atlassian viele kleinere Fehler behoben, wie ein Blick auf die Release Notes zeigt.

Quellen & Links

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