Project Description

User Stories können Probleme lösen

Als Product Owner möchte ich die Produktentwicklung per User Stories steuern, um für die Stakeholder nur bedarfsgerechte und wertvolle Produktfeatures umzusetzen.

Sie sind gerade in einem Entwicklungsprojekt und stecken mitten in einem „riesigen Berg“, von teilweise „wertlosen“ oder für die Entwicklung unklaren Anforderungen fest. Sie finden vielleicht eines der folgenden Symptome bei der Umsetzung von Anforderungen bzw. von Wünschen in Ihrer Software-Entwicklungsabteilung wieder:

  • Pfadlosigkeit – Es gibt so viel zu tun, aber mit was sollen wir weitermachen. Wie kann ich mit dem Entwicklungsteam effizient Wege durch den „Berg“ zu den „Schätzen“ finden.
  • Zu viele Abhängigkeiten – Sobald Sie nur ein Produkt-Feature umsetzten, müssen irgendwie zuvor erst viele andere Themen erledigt werden.
  • Zu grobe Granularität – Sie arbeiten zyklisch in Iterationen oder Sprints und haben Probleme die gewünschten Features hierauf aufzuteilen bzw. diese innerhalb eines Zyklus umzusetzen.
  • Zu viele Missverständnisse – Sie arbeiten detaillierte Anforderungen aus, die eher falsch verstanden umgesetzt als zuvor diskutiert und verstanden zu werden.

Das „leichtgewichtige“ User Story Verfahren – das Schreiben, Diskutieren und Planen von User Stories – dient als Treiber und Steuerelement innerhalb des Entwicklungsprozesses und erlaubt die Fokussierung auf wesentliche bzw. direkt wertvolle Systemfunktionalität. Somit kann dieses Verfahren eine Lösung für obige Probleme sein.

Alle Projektbeteiligten müssen dasselbe unter User Stories verstehen

Das Arbeiten mit User Stories ist mehr als nur das Aufschreiben einer gewünschten Systemfunktion aus Sicht eines Benutzers. Essentiell für den erfolgreichen Einsatz ist hierbei, das alle Beteiligte – Entwickler Team, Product Owner, Kunde und Stakeholder –  das zugrunde liegende Wertesystem verinnerlichen und ihre Aufgabe bzw. Rolle innerhalb des Verfahrens kennen und ausüben. Die „Auftraggeber-Seite“ (Kunde, Produkt Owner) müssen folgende Fähigkeiten erlernen:

  • Wie formuliere ich aus meinen Anforderungen bzw. Wünschen lösungsneutrale User Stories aus Nutzersicht?
  • Wie prüfe ich Stories anhand der INVEST Kriterien?
  • Wie diskutiere ich Stories mit dem Entwicklungsteam effizient und was mache ich mit den Details?
  • Was kann ich mit Akzeptanzkriterien erreichen?
  • Wie plane ich mit User Stories Releases?
  • Was ist ein Epic und wie kann ich „zu große“ Stories aufteilen?

Die „Umsetzer“ (Entwickler, Analysten, Designer, QA, ..) müssen sich folgenden Fragen stellen:

  • Wie lösen wir Abhängigkeiten zwischen User Stories auf?
  • Wie schätzen wir als Team gemeinsam User Stories?
  • Wie testen wir die Fertigstellung einer User Story?
  • Wie erstellen wir mit User Stories einen realistischen Releaseplan?
  • Wie planen wir mit Stories und deren Zerlegung in taktische Aufgaben eine Iteration?
  • Wie messen wir unsere Entwicklungsgeschwindigkeit (Velocity)?

Diese Fragen sollten möglichst explizit mit allen Projektbeteiligten geklärt und gemeinsam in Regeln festgehalten werden. Hier kann eine außenstehende – mit Agilen Praktiken erfahrene – Person die notwendigen Impulse setzen und den Projektbeteiligten die jeweiligen Antworten anhand praxisbezogenen Beispielen verständlich näherbringen.

Info-Card

Beispiel zur Beratung bei der Arbeit mit User Stories

Wir können Ihnen bzw. den Projektbeteiligten (Product Owner, Entwickler, Designer, etc.) über die ersten Hürden bei der Arbeit mit User Stories hinweg helfen. Folgendes Vorgehens-Beispiel hat sich hierbei nach unserer Erfahrung bewährt.

Zunächst führen wir einen eintägigen Grundlagen Workshop mit allen Projektbeteiligten zu folgenden Themen durch:

  • Erarbeitung von Beispielen für User Stories für Ihr Themenfeld
  • Ausbildung mit dem effektiven Umgang mit User Stories
  • Gemeinsame Definition erster Regeln für die Zusammenarbeit zwischen der „Auftraggeber-“ und „Auftragnehmer-seite“

Auf dieser Basis organisieren, treiben und unterstützen wir Sie bei Ihren nächsten Schritten mit User Stories, beispielsweise durch folgende Workshop-Abfolge:

  • User Story Basis Workshop – Produkt Owner und Entwickler Team finden gemeinsam die Nutzer-Rollen und diskutieren und entwickeln zusammen auf Basis von User Stories einen Low-Fidility-Prototypen der die wichtigsten Nutzungsszenarien verdeutlicht.
  • Schätz-Workshop – Die Größe der User Stories wird durch die Entwickler mittels Story Points geschätzt oder gegebenenfalls als Epics eingestuft
  • Release Planning Workshop – Der Produkt Owner definiert grob die Release Ziele (Themes) und priorisiert die Stories nach dem MoSCoW-Prinzip. Gemeinsam wird die Iterationslänge festgelegt. Anschließend werden die Stories mittels einer geschätzten Veleocity auf die Iterationen verteilt.
  • Iteration Planning Workshop – Die Entwickler besprechen taktischen Details die für die Iteration geplanten Stories mit dem Produkt Owner und zerlegen die Stories in Aufgaben mit absoluten Aufwandsschätzungen um die Machbarkeit der Stories innerhalb der Iteration rückversichern zu können.

Zusätzlich können wir Sie zum Beispiel noch bei folgenden weiteren Themenstellungen beraten:

  • Messen der Velocity und Überwachen mit Burndown Charts
  • Umgang mit Reviews und Retrospektiven
  • Weiterbildung zu eXtreme Programming, Scrum, Kanban und SAFe
Ihr Ansprechpartner

Dirk M. Sohn
(+49) 621 71839-42
sohn<at>oio.de (Hinweis: <at> bitte durch @ ersetzen)