Teams sollten in der Lage sein, erfolgreich zu sein und geniale Software zu produzieren. Dies kann durch Agile Best Practices erreicht werden, aber es kann nicht schaden, wenn Ihre Tools die Sache für jedes Ihrer Teammitglieder einfacher und effektiver machen.

Ich bitte um Applaus für JIRA Softwares neuste Berechtigungen: Manage Sprint. Dieser Artikel dreht sich um diese neuen Berechtigungen und darum, was hinter den Kulissen passiert, um Ihr Team zu beeinflussen. Wir werden Ihnen außerdem einen Überblick darüber geben, wie Manage Sprint-Berechtigungen Planung und Überwachung einfacher machen, Overhead entfernen und allgemein das Risiko minimieren – keine Single Points of Failure mehr und stattdessen ein Umfeld, in dem das gesamte Team agiler sein kann.

Berechtigungen in JIRA Software

Um zu verstehen, wie die neuen Sprint-Berechtigungen funktionieren, lassen Sie uns einen Schritt zurück machen, um Berechtigungen im Allgemeinen zu verstehen. In JIRA Software sind Berechtigungen Einstellungen und steuern, was die Benutzer sehen können; ob Sie ein Admin sind oder nicht, sie beeinflussen die Art und Weise, wie Sie arbeiten. Berechtigungen reichen von Einstellungen, die einschränken, wer ein neues Projekt erstellen kann, oder ob ein Benutzer einen Kommentar zu einer bestimmten Issue abgeben kann, bis hin zu Einstellungen die festlegen, welche Gruppe von Leuten das Design eines Workflows ändern können. In der Berechtigungshierarchie gibt es drei verschiedene Berechtigungstypen:

  • Globale Berechtigungen: Diese gelten für JIRA Software als Ganzes, nicht für einzelne Projekte (zum Beispiel, ob Benutzer andere Benutzer sehen können).
  • Projektberechtigungen: Diese gelten für Projekte und sind in Berechtigungsschemata organisiert (zum Beispiel, wer kann Projekt-Issues sehen, erstellen, bearbeiten oder zuordnen). Berechtigungen auf Projektebene helfen Ihnen dabei festzulegen, was Benutzer innerhalb eines Projekts tun können.
  • Issue-Berechtigungen: Issue-Berechtigungen beziehen sich auf das Sichtbarkeitslevel, das einzelne Issues für bestimmte Teammitglieder oder bestimmte Rollen haben. Issue-Berechtigungen erlauben es Ihnen beispielsweise, Arten von Issues so zu erstellen, dass diese nur von Projekt-Administratoren gesehen werden können.
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Was ist ein Berechtigungsschema? Jedes Projekt hat ein Berechtigungsschema, das definiert, welche Benutzer, welche Gruppe oder welche Rollenzuweisungen Berechtigungen für das jeweilige Projekt haben. Schemata sind wichtig und nützlich, weil sie mehreren Projekten zugeordnet werden können, was bedeutet, dass Sie keinen neuen Satz von Berechtigungen für jedes einzelne Projekt erstellen müssen (wenn Sie ein bestehendes Setup wiederverwenden möchten, dann können Sie einfach das entsprechende Schema verwenden).
Vielleicht haben Sie bemerkt, dass etwas in dieser Hierarchie fehlt: Sprint-Berechtigungen, die auch als Sprint-Verpflichtungen bekannt sind (wie beispielsweise einen Sprint starten oder anhalten, oder Sprintinformationen bearbeiten). Früher waren Sprint-Berechtigungen auf Projektberechtigungen oder globale Administratorberechtigungen begrenzt. Für die meisten Teams manifestierte sich dies in Form des Rollenlevels. Teams verließen sich auf jemandem mit der Rolle des Produktmanagers, Entwicklungsleiters oder Teamleiters, um einen neuen Sprint zu erstellen, oder zukünftige Sprints neu anzuordnen, wenn ein Fehler bei den Terminen vorlag (kommt Ihnen das bekannt vor?). Trotz der Tatsache, dass sich vielleicht Ihr Team, und auf jeden Fall die Teams bei Atlassian, auf diesen Rollen verlassen, um Sprints zu kuratieren und zu betreiben, machte es keinen Sinn, dass das gesamte Team diese grundlegenden Aufgaben nicht durchführen konnte. Ein Teil des Agil-seins und des Arbeitens in einem agilen Team, ist die Fähigkeit funktionsübergreifend zu arbeiten und das „Eigentum“ miteinander zu teilen. Diese Berechtigungen waren Teil der Projektberechtigungen des Administrators, um das Risiko zu minimieren, aber die Eskalation von Problemen im Zusammenhang mit Sprintverantwortungen wurde für Teams zu einer großen Blockade.

Ein Teil des Agil-seins und des Arbeitens in einem agilen Team, ist die Fähigkeit funktionsübergreifend zu arbeiten und das „Eigentum“ miteinander zu teilen.

Wenn ein Produktmanager oder Teamleiter nicht anwesend war und das Team einen Sprint abschließen musste, dann musste man warten, bis diese Person zurückkehrte (oder eine andere Person mit den richtigen Berechtigungen finden). Um dieses Problem zu beheben und Teams mehr Kontrolle über ihre Arbeitsweise zu geben, wurden Sprintberechtigungen erstellt. Das Feature in JIRA Software heißt nun Manage Sprint.

Sprintverpflichtungen und Management

Die neuen Sprintberechtigungen lösen die meisten der oben genannten Probleme, indem sie zwei Dinge tun: 1) sie ermöglichen es Teams, besser zu organisieren, wie sie mit Sprints arbeiten, und 2) sie schaffen eine neue Ebene des Vertrauens dafür, wie die Teams und wie die einzelnen Teammitglieder die Sprintverpflichtungen angehen.

Bevor Sie nun aber eine Entscheidung darüber treffen, wie Sie die neuen Sprintberechtigungen nutzen wollen, ist hier eine Liste der Sprintverpflichtungen, die durch die Manage Sprint-Berechtigung zugelassen wird:

  • Erstellen von Sprints
  • Beginnen von Sprints
  • Abschließen von Sprints
  • Bearbeitung von Sprintinformationen (Sprintname und Termine)
  • Neuordnen von Sprints (derzeit nur zukünftige Sprints)
  • Löschen von Sprints (derzeit nur zukünftige Sprints)
  • Wiedereröffnung von Sprints
  • Bewegen des Sprintfooters

Denjenigen, die bereits mit Berechtigungen vertraut sind, erscheint die oben aufgeführte Liste vielleicht vertraut, da sie im Grunde die bestehenden Projektadministratorberechtigungen auflistet. Wenn Sie mit Berechtigungen nicht sonderlich vertraut sind, dann stellen Sie sich einfach vor, dass Manage Sprint-Berechtigungen Ihrem Team gewisse Türen öffnen, um agiler zu werden.

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Wenn Sie beispielsweise in einem Sprintplanungsmeeting sitzen und sich fragen: „Wie sieht die Schätzung für den Sprint aus?“, weil Sie die Menge der zu erledigenden Arbeit im kommenden Sprint nervös macht, können Sie anstatt auf jemanden mit den richtigen Berechtigungen zu warten, den Sprintfooter während des Meetings bewegen und Ihre Bedenken überprüfen, um entweder herauszufinden, dass alles in Ordnung sein wird, oder dass eine Issue neu bewertet werden muss.

Sprintberechtigungen und Best Practices

Wenn Sie bereits bestehender Nutzer sind und sich wohlfühlen, was Berechtigungen angeht, dann denken Sie darüber nach, wie Ihr Team mit Sprints arbeitet. (Beachten Sie, dass mit diesem neuen Feature jeder in der Administer Project-Mitgliedschaft automatisch zu den Manage Sprint-Berechtigungen kopiert wird). Muss der Projektadministrator für das Starten und Stoppen eines Sprints verantwortlich sein? Oder möchten Sie eine Gruppe erstellen, die den Scrum Mastern ähnlich ist?

Ein häufiger Anwendungsfall, der für Letzteres sprechen würde, ist wenn Ihr Team mit einem Auftragnehmer wie beispielsweise einem engagiertem Scrum Master oder einem agilen Coach zusammenarbeitet. Wenn diese Person Berechtigungen benötigt, um Sprintinformationen zu bearbeiten, Sie aber nicht wollen, dass die Person Versionen oder Komponenten in einem Projekt bearbeiten kann, dann können Sie dieser Person Sprintberechtigungen geben, um die Auswirkungen auf das Projekt als Ganzes zu minimieren.

Dieser Anwendungsfall trifft möglicherweise nicht auf Ihr Team zu, aber es gibt Ihnen eine Vorstellung davon, wie Sie über die Verwendung von Sprintberechtigungen nachdenken sollten. Wer in Ihrem Team soll in der Lage sein, Sprints erneut zu öffnen, oder abzuschließen, aber nicht die Projektinfrastruktur zu ändern? Für Atlassian bedeutet dies in der Regel, dass Sprintberechtigungen an das gesamte Team vergeben werden, weil wir darauf vertrauen, dass jedes Teammitglied das Richtige tun wird – das Team sollte das Gefühl haben, dass es in der Lage ist, voranzukommen und durch einen Sprint zu arbeiten, selbst wenn ein Produktmanager oder Teamleiter abwesend ist. Um agil zu sein, müssen wir schnell sein und kontinuierlich Software abliefern.

Diese neue Berechtigung hilft Ihrem Team außerdem dabei, mehr Kontrolle über den Sprint zu haben, an dem es Tag für Tag arbeitet, während sie auch Projekt- und globalen Admins Vorteile bietet.

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Diese neue Genehmigung dreht sich um Vertrauen und Effizienz. Das bedeutet nicht, dass Sie alle Berechtigungen Ihres Teams neu strukturieren und jedem einzelnen Teammitglied Sprintberechtigungen geben müssen. Viele Ihrer vorhandenen Berechtigungen sind so eingerichtet, dass sie zur Arbeitsweise Ihres Teams passen, und diese neue Funktion gibt Ihnen die Möglichkeit Sprints anders zu verwalten, aber nur, wenn Ihr Team Nutzen daraus ziehen kann. Zum Beispiel können Sie die Manage Sprint-Erlaubnis mit einer Projektrolle einrichten (siehe Bild unten).

Finden Sie heraus, wo Berechtigungen Ihr Team zurückhalten – wenn überhaupt – und finden Sie heraus, wie diese Berechtigungsstufe Ihrem Team dabei helfen kann, so zu arbeiten, wie es will.

Wenn Sie eine neue Instanz erstellen, dann werden Manage Sprint-Berechtigungen standardmäßig für alle Projekte aktiviert und jeder Benutzer wird die Möglichkeit haben, alle oben aufgeführten Sprintverpflichtungen durchzuführen. Das ist ideal für neue Teams und / oder neue Teammitglieder, für die nichts gesperrt sein muss.

Sprintberechtigungen sorgen für bessere und agilere Entwicklung

Durch das Einrichten einer neuen Berechtigungsstufe, welche Sprints und Boards enger miteinander verbindet, rückt Atlassian die Prinzipien der agilen Softwareentwicklung in den Vordergrund Ihrer Erfahrung mit JIRA Software. Einen Sprint laufen zu lassen, ist eine der agilen Kernzeremonien und eine Teamleistung. Genauso wie andere agile Zeremonien, die mit Sprints in Verbindung stehen, wie Sprintplanung, Stand-Ups und Sprintreviews. Jede dieser Zeremonien ist, bis zu einem gewissen Grad, auf Sprintberechtigungen angewiesen. In einem Sprintplanungsmeeting müssen Sie in der Lage sein, den Sprintfooter für Schätzungen zu verwenden, und wenn Sie bereit sind, müssen Sie den Sprint starten. Wenn ein Sprint läuft, dann müssen Sie manchmal Informationen, wie den Namen und die Termine bearbeiten. Oder Sie müssen einen Sprint erneut öffnen, wenn er aus Versehen oder zu früh geschlossen wurde.

Außerdem geschieht es ziemlich häufig, dass Produktmanager und Entwicklungsleiter vorausplanen und versuchen, zukünftige Sprints zu organisieren, indem Sie Backlog-Items in verschiedene Sprint-Backlogs bewegen, ohne zu bemerken, dass der zukünftige Sprint bereits existiert (in diesem Fall müssen Sie das Duplikat löschen). Manage Sprint-Berechtigungen entfernen viele Blockaden, die Teammitglieder an der Durchführung dieser Maßnahmen hindern würden. Vor allem liegt es in der Verantwortung des Teams, das herauszufinden.

Wichtige Informationen
Atlassian wird die neuen Manage Sprint-Berechtigungen in zwei Release-Versionen veröffentlichen. Die erste Version, die bereits für JIRA Software Cloud (in Kürze auch für JIRA Software Server) aktiv ist, enthält die Liste der Sprintberechtigungen, die oben vorgestellt wurde. In der zweiten Phase können Sie mit Manage Sprint-Berechtigungen auch Issues hinzufügen und entfernen – Sie benötigen nicht länger die Schedule Issue und Edit Issue-Berechtigung, um diese Funktionen nutzen zu können.

Indem Atlassian diese beiden Aktionen über Sprintberechtigungen zugänglich macht, wird die Nutzererfahrung noch angenehmer, um Ihnen dabei zu helfen, für Ihr Team auf effektive Art und Weise mit Sprints arbeiten zu können.