Atlassian behält den hohen Veröffentlichungstakt bei der Enterprise Git Hosting-Lösung Bitbucket Server bei und hat jüngst Version 4.7 veröffentlicht. Auch dieses Release bringt wieder viele neue Features. Im Rahmen der REST API hat sich unter der Haube viel getan und kleine Tweaks am Interface machen den Umgang mit Git noch leichter.

Tags über die Web-Oberfläche verwalten

Mit Git Tags kann man gewisse Punkte im Commit-Graphen als wichtigen Build oder Release markieren. Über die Kommandozeile ist dieses Taggen seit jeher möglich. Atlassian hat Bitbucket Server ebenfalls mit der Fähigkeit versehen, dies über einen Aufruf der REST API zu bewerkstelligen. Komplettiert wird die Funktionalität nun mit der Möglichkeit, Tags über die Web-Oberfläche anzulegen und zu verwalten, ohne den Git Client bzw. die Kommandozeile bemühen zu müssen.

Zeigt man einen Commit in Bitbucket Server an, so kann man nun Tags hinzufügen oder entfernen. Tags können ebenfalls mit Beschreibungen versehen werden.

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Wichtig: Das Berechtigungsschema wird ebenfalls berücksichtigt. Im Klartext bedeutet dies: Nur Benutzer mit Schreibrechten für das Repository sind in der Lage, Tags anzulegen bzw. zu löschen. Benutzer mit Lesezugriff sind in der Lage, alle zu einem Commit gehörenden Tags anzuzeigen.

REST- und Java-APIs zum Verwalten von Pull Requests

Automatisierung ist ein nützliches Werkzeug, um Projekte zu synchronisieren. Jedoch ist jede Organisation unterschiedlich und es gibt keine einheitliche One size fits all-Lösung für alle Anwendungsfälle. Mithilfe der APIs lassen sich externe Werkzeuge anbinden und Skripte erstellen, mit deren Hilfe man bei Bedarf alle internen Geschäftsprozesse implementieren kann.

Mit Bitbucket Server und Data Center 4.7 schließt Atlassian eine wichtige Lücke in der Automatisierungskette. Einschränkungen auf Pull Requests lassen sich jetzt auch via REST und Java ansteuern. Jetzt ist es möglich, neben der Remote-Erstellung von Repositories und dem Setzen von Berechtigungen für Zweige auch die minimalen Anforderungen für Pull Requests in Form von Anzahl Approvals sowie erfolgreiche Builds zu setzen. Über Drittanbieter-Plugins realisierte Merge Checks lassen sich über eine konsistente API ebenfalls bereitstellen.

Verbesserte URLs für Rohdaten

Rohdaten (Raw Files) über Bitbucket Server abrufen funktionierte bisher über die Manipulation der URL, indem ?raw ans Ende eines Links zu einer Datei im Repository hinzugefügt wurde. Relative Verknüpfungen von Dateien im Repository sind damit zwar prinzipiell möglich, aber umständlich.

Mit Version 4.7 von Bitbucket Server lassen sich mit einer simplen Syntax Raw Files abrufen. Eine URL zu einer Datei in einem Bitbucket-Repository lautet üblicherweise so:

http://yourserver.com/projects/{projectKey}/repos/{repositoryKey}/browse/file.extension

Mit Projekt- und Repository-Schlüssel und dem Pfad der Datei lassen sich Dateien anzeigen. Um die Datei im Raw Modus in ihrer ursprünglichen Form direkt abzurufen, wird einfach das browse-Element der URL durch raw ersetzt.

Demnach sieht die URL für eine Direktverlinkung einer Datei so aus:

http://yourserver.com/projects/{projectKey}/repos/{repositoryKey}/raw/file.extension

Damit lassen sich relative Verlinkungen auf einfache Weise realisieren.

Quellen & Links

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