Atlassian hat die Enterprise Git Hosting-Lösung Bitbucket Server in Version 4.8 veröffentlicht. Mit Bitbucket Server 4.8 erleichtern die Australier die Arbeit weiter; Pull Requests gehen schneller vonstatten und Backups sind ohne Downtime möglich.

Umfangreiche Pull Requests auf Commit-Ebene herunterbrechen

Pull Requests erleichtern Entwicklern die Zusammenarbeit, egal wer wann wo zugange ist. Zusätzlich lässt sich der Arbeitsfluss optimieren, indem das Team bestimmte Reviewer an bestimmten Stellen einsetzen kann. Aber was tun, wenn man als Reviewer die kürzlich hinzugefügten Commits eines Pull Requests schnell inspizieren möchte?

Bitbucket 4.8 ermöglicht Code Review auf Commit-Ebene. Das heißt, innerhalb eines Pull Requests werden die Unterschiede (Diffs) nun per Commit aufschlüsselt und können einzeln untersucht und kommentiert werden. Falls also ein Entwickler seine Arbeit in logische Teile in Form von mehreren Commits heruntergebrochen hat, so lassen sich diese nun Schritt für Schritt nachvollziehen. Im Big Picture-Modus lassen sich selbstverständlich wie gewohnt alle Änderungen zusammengefasst anzeigen.

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Reviews auf Commit-Ebene sind ebenfalls praktisch, wenn man bereits inspizierte Pull Requests erneut betrachtet. So sieht man direkt, ob und wie das gegebene Feedback umgesetzt wurde, ohne dabei erneut mit den bereits gesehenen Änderungen konfrontiert zu werden. Indem Bitbucket einzelne Änderungen auf einer granularen Ebene aufgeschlüsselt, reduziert sich der Aufwand für Reviews und Pull Requests können noch schneller als bisher abgehandelt werden.

Übliche Verdächtige: Reviewer nach Vorlage zuweisen

Pull Requests sind das zentrale Element des effektiven Arbeitsflusses in Bitbucket Server. Einem Pull Request einen Reviewer hinzuzufügen, ist dank der Funktionalität der Weboberfläche zwar simpel, aber nicht alle Teams haben einen reibungslosen Prozess für die Zuweisung eines Reviewers implementiert. Die Frage, wer wann was zu untersuchen hat ist oftmals nicht ganz einfach zu beantworten.

Beispielsweise könnte es ja im Team einen Gatekeeper für neue Veröffentlichungen geben, welcher jeden Pull Request untersucht und gegebenenfalls mit dem Hauptzweig zusammenführt. Oder es handelt sich um ein kleines Team, in welchem jedes Mitglied jeden Pull Request gemeinsam begutachtet. Für jeden Pull Request erneut die Liste der Reviewer zusammenzustellen, ist repetitiv und dank Bitbucket 4.8 jetzt auch vermeidbar. Das neue Default Reviewer-Feature ermöglicht es, in jedem Repository eine Anzahl an automatisch zugewiesenen Reviewern festzulegen. Diese Reviewer werden standardmäßig beim Erstellen eines neuen Pull Requests in das Reviewer-Feld eingetragen. Die Default Reviewers können sogar nach Quell- und Zielzweig gefiltert zugewiesen werden. Die Liste lässt sich selbstverständlich auch nach der initialen Erstellung nach Bedarf verwalten und neue Mitglieder können ganz einfach hinzugefügt oder entfernt werden.

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Zusätzlich gibt es einen neuen Merge Check, mit dem sich festlegen lässt, dass eine bestimmte Anzahl der Default Reviewers dem Pull Request zugestimmt haben muss, bevor dieser in den Zielzweig integriert werden darf. Mithilfe dieser Merge Checks lässt sich sicherstellen, dass alle Beteiligten auf dem Laufenden gehalten werden: der Release Manager wird über neue Pull Requests für einen Veröffentlichungszweig informiert, der Senior-Entwickler kümmert sich um die Änderungen des Master-Zweigs und der Bug-Master prüft alle Bugfixes. So werden Pull Requests dank der granularen Konfiguration auf Zweigebene zu einem noch mächtigeren Werkzeug, und Ihr Team bleibt innovativ und kann noch schneller liefern.

Backups ohne Ausfallzeiten erstellen

Backups sind essenzieller Bestandteil einer jeden Organisation, die ihre eigene Infrastruktur betreibt. Konsistente Kopien aller Daten sind ein wichtiger Aspekt von Backups. In der Regel bedeutet dies aber: Stillstand durch Wartung. Vielleicht haben Sie ja Nightly Builds in Ihrer Organisation – und falls das Backup-Timing auf die Nachtzeit fällt, schlagen alle Builds fehl. Falls Sie ein auf der ganzen Welt verteiltes Team haben, dann bedeutet Nacht vielleicht Arbeitszeit für andere Teammitglieder.

Bitbucket Server und Bitbucket Data Center 4.8 ermöglichen nun Backups ohne Ausfallzeiten dank des Zero Downtime Backups. Es ist nun möglich, Backups zu erstellen, ohne die Bitbucket-Instanz sperren oder herunterfahren zu müssen. Sind Dateisystem- und Datenbank-Snapshots in sich konsistent, lassen sich diese auch wieder herstellen, selbst wenn sie nicht komplett synchron sind. Dies resultiert in einer problemlos laufenden Instanz, die kleinere Inkonsistenzen, wie Aktionen, die während des Backups durchgeführt wurden, toleriert.

Bitbucket Data Center verfügt über einen aktiven Wiederherstellungsmodus (Active Recovery Mode). Dieser kann beim Hochfahren einer Instanz ausgeführt werden, um Inkonsistenzen zwischen Dateisystem und Datenbank zu finden und zu beheben. Zusätzlich zum Active-Active-Clustering stellt die Zero Downtime Backup-Funktion sicher, dass Bitbucket Data Center stets für alle Benutzer zur Verfügung steht.

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