Atlassian hat die Enterprise Git Hosting-Lösung BitBucket Server und Bitbucket Data Center in Version 4.9 veröffentlicht. Die neue Version verbessert die Funktionen der Hochverfügbarkeit für BitBucket Data Center und bietet Mergestrategien bei Pull Requests sowie neue Importfunktionen für externe Repositories.

Datenverlust vermeiden

Die neuen Disaster Recovery (DR)-Funktionen für Bitbucket Data Center erlauben es Teams und Firmen, eine Strategie für den Ernstfall zu entwickeln und proaktiv zu werden. Damit erübrigt sich die Sorge, die Entwickler könnten im Extremfall unfreiwillig untätig herumsitzen. Administratoren und der IT-Betrieb können sich stattdessen auf den Grund des Ausfalls konzentrieren (was keine leichte Aufgabe ist) – während die Arbeit am Quelltext voranschreitet.

  • Für geschäftskritische Anwendugen wie Bitbucket Data Center erlaubt es die Disaster Recovery (DR), den Zustand des Hauptservers auf eine „Cold Standby“-Instanz zu replizieren, die sich auch an einem anderen Ort befinden kann. Fällt die Hauptinstanz aus, so übernimmt die Standby-Instanz
  • Ein „Cold Standby“ ist ein Beispiel für ein Disaster Recovery-Konzept, in welchem die Standby-Instanzen von Bitbucket „kalt“ sind, der Dateiserver, Datenbank und ElasticSearch „warm“ gehalten werden, damit eine Replikation stattfinden kann. Da die Standby-Server geklonte Indizes von Bitbucket sowie eine Kopie der Produktikiv-Datenbank und kritische Plugins vorhalten, kann das Team schnell wieder an die Arbeit zurückkehren.

Merge-Strategien für Pull Requests

Konzepte wie Disaster Recovery und Zero Downtime Backup unterstützen Teams und Organisationen beim ausrollen einer Ausfall-Strategie. Weiter bringt Bitbucket Server 4.9 neue Funktionen für Entwickler mit, die Workflows und Code Revies um Merge-Strategien ergänzen. Die Funktion der Merge Checks ist bereits seit einer ganzen Weile in Bitbucket Server enthalten und Merge-Strategien ergänzen das Konzept auf einer anderen Ebene: Merge-Strategien ermöglichen es Nutzern und Teams, zu kontrollieren, wie Pull Requests gemergt werden – anstatt sicherstellen zu müssen, dass gemergt werden kann.

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Repository-Administratoren können von nun an festlegen, welche Merge-Strategie als Standard verwendet und welche alternativen Strategien zur Auswahl stehen. Das gibt derjenigen Person, die einen Pull Request in einen Zweig überführt, volle Kontrole darüber, wie ein Merge vonstatten geht. Ein praktisches Beipsiel können Arbeitsabläufe in einem GitFlow-Branching-Modell sein. Vielleicht konfiguriert man als Standard Squash On Merge, aber möchte no-ff erlauben, damit korrekte Merge-Commits für Release-Zweige möglich sind. Solche Details in Workflows ermöglicht dem Team ganz ähnlich dem Default Reviewer-Feature, ganz individuell zu arbeiten.

Repositories aus anderen Hosting-Diensten importieren

Falls man ein neues Projekt mit bereits existierenden Daten beginnen möchte und diese im Bulk von einem anderen Hosting-Dienst oder Server migrieren möchte, sollte dieser Prozess so einfach wie möglich sein. Wenn man also keine scriptbasierten Schritte oder einzelne Repo-Imports durchführe möchte, erlaubt das neue Repository-Feature von Bitbucket Imports im Bulk mit realen oder Demo-Daten durchzuführen.

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Diese Funktion ist genau dann wichtig, wenn man gerade auf Git umgestiegen und neu bei Bitbucket Server ist. Oder wenn man Quelltext aus einem existierenden Projekt, welches auf Bitbucket Cloud, GitHub.com / GitHub Enterprise oder einem beliebigen HTTP-basierten Git Host importieren möchte. Die neuen Funktionen sind schnell und einfach und geben Teams die Flexibilität mit Daten dort zu Arbeiten, wo sie gerade möchten.

Quellen & Links