Atlassian hat mit Bamboo 5.13 jüngst eine neue Version des Continuous Integration- und Continuous Delivery-Werkzeugs freigegeben. Die neue Veröffentlichung ermöglicht dem Team volle Kontrolle über Environments für Deployments, Build-Agents und die Konfiguration von Deployment Requirements.

Voraussetzungen für Deployments

Deployment Environments wurden in vorigen Versionen von Bamboo entweder zur Laufzeit von einem Agenten ausgeführt, der gewisse Voraussetzungen erfüllt, oder aber mithilfe eines dedizierten Build-Agenten. Verlässt man sich auf Agenten zur Laufzeit, so büßt man die Transparenz ein, welcher Agent das Deployment Environment letztendlich ausführt. Setzt man dedizierte Agenten ein, erhält man zwar etwas Kontrolle zurück, die Geschwindigkeit leidet jedoch. Da sich dedizierte Agenten in Wartestellung befinden und andere Jobs in der Warteschlange nicht ausführen dürfen, verlangsamen sich Deployments entsprechend.

Mit Bamboo 5.13 ist es möglich, händisch festzulegen, welche Voraussetzungen Deployment Environments erfüllen müssen, damit diese den passenden Agenten zugewiesen werden können. Der Bedarf für dedizierte Agenten entfällt damit.

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Nehmen wir an, Sie betreiben 100 Agenten und 100 Deployment Environments und eines dieser Deployment Environments benötigt einen Geheimschlüssel für eine Produktiv-Datenbankverbindung. Nehmen wir weiter an, nur fünf der Agenten besitzen diesen Geheimschlüssel für die Produktiv-Instanz. Klar können diese fünf Agenten als dedizierte Agenten laufen und vom Pool der verfügbaren Systeme ausgeschlossen werden. Das bedeutet aber, dass nur noch 95 Agenten für die restlichen Jobs zur Verfügung stehen. Alternativ fügt man den Geheimschlüssel als Deployment Requirement hinzu, was der weitaus effizientere Weg ist, denn so können die fünf Agenten neben dem spezifischen Job mit Geheimschlüssel auch weitere Jobs in der Warteschlange abarbeiten.

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Das neue Deployment Requirement-Feature bietet Ihnen volle Kontrolle über den Prozess, wie Agenten und Environments zueinander finden – alles über ein und die gleiche Bildschirmmaske.

SSH-Unterstützung für Bitbucket Cloud-Repository

Viele Atlassian-Kunden setzen auf Bitbucket Cloud als Teil ihres Workflows. Das Team von Atlassian hat sich darum bemüht, die Nutzererfahrung weiter zusammenzuführen. Mit Bamboo 5.13 ist es ein leichtes, Quelltext via Bitbucket Cloud einzubinden und den Continuous Integration- und Entwicklungsprozess zu beschleunigen.

Eine der Hauptänderungen ist die Authentifizierung via SSH Private Key. So können Anwender zwischen der Authentifizierung mittels Shared Authentication und einem individuellen Key wählen.

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Setzt man Bamboo zusammen mit JIRA Software und Bitbucket ein, so lässt sich eine vollumfängliche Deployment Pipeline mit Werkzeugen aus einer Hand abbilden.

Kleine Änderungen

Wie immer hat Atlassian auch kleinere Änderungen an der Software vorgenommen. Darunter fallen:

Verbesserungen für Script-Tasks

Atlassian hat die Auswahl an Interpretern für Skripte erweitert. Zur Auswahl stehen ab jetzt:

  • Shell
  • Windows PowerShell
  • /bin/sh oder cmd.exe

Absolute Pfadangaben für Artefakte

Es ist von nun an möglich, absolute Pfade für Artefakte in den Artefakt-Abhängigkeiten (Download Location und Download Target) anzugeben.

Verbindungstests

Es ist nun einfacher, die Verbindung zu einem Repository zu prüfen. Klickt man den Teste Verbindung-Knopf, wird man schnell über etwaige Schwierigkeiten bei der Verbindung aufgeklärt.

Quellen & Links