Atlassian hat die Continuous Integration- und Continuous Delivery-Lösung Bamboo Server in Version 6.2 veröffentlicht. Hauptaugenmerk dieser Version liegt auf der Verbesserung der neuen Bamboo Specs und Enterprise DevOps.

Aber: Was bedeutet Enterprise DevOps überhaupt? DevOps in sehr großen oder sehr streng regulierten Organisationen umzusetzen ist eine Herausforderung. Wie schafft man es, die Entwicklungs- und Betriebsteam so produktiv wie möglich zu machen? Wie lässt sich der Arbeitsfluss optimieren und wie lassen sich Sicherheit und Skalierbarkeit sicherstellen= Dies ist nur mit den passenden Softwarewerkzeugen möglich!

Bamboo 6.2 kommt mit einer Vielzahl neuer Features, die skaliertes DevOps im Großen möglich machen. Verbesserter Arbeitsfluss und erhöhte Produktivität, Skalierbarkeit um Continuous Integration der gesamten Organisation zur Verfügung zu stellen – all das macht Bamboo 6.2 möglich.

DevOps skalieren mit Bamboo

Die Praktiken von DevOps aus dem Konzeptionellen ins Praktische zu überführen ist für sich genommen schon schwierig genug. Nimmt man jetzt noch die Herausforderungen dazu, die große Unternehmen bei der flächendeckenden Einführung von DevOps zu bewältigen haben, gilt es einen ganzen Berg zu überwinden. Klar lässt sich mit Bitbucket Server die Ecke Versionskontrolle abhaken – aber was ist mit der Buildpipeline, Continuous Integration und Continuous Delivery?

Was tun, wenn Ihre Entwicklungsteams mehr Buildartefakte erzeugen als Ihre CI/CD-Lösung verwalten kann? Oder so viele parallele Builds laufen, dass Sie stets am Rande Ihrer Kapazität sind?Oder Sie so viele Buildpläne zu verwalten haben, dass die Berechtigungen zum Problem werden. Mit Bamboo 6.2 präsentiert Atlassian eine Antwort auf genau diese Fragen

Bamboo Specs für Bitbucket Server

Änderungen an Plänen lassen sich mit Bamboo Specs (Configuration as Code) schneller und im Bulk erledigen. Bamboo 6.2 liefert Bamboo Specs für Bitbucket Server aus und somit die Fähigkeit, ein Spec File in einem verlinkten Bitbucket Server Repository abzulegen.

Änderungen an in Bitbucket Server abgelegten Spec-Dateien werden automatisch an Ihre Bamboo Builds übertragen. So spart man Zeit, da Entwicklungspipeline und Codebasis gleichzeitig aktualisiert werden können. Man erhält beim Speichern von Specs in Git & Bitbucket die Vorteile einer Versionsverwaltung inklusive Code Reviews und der Möglichkeit, Änderungen jederzeit rückgängig zu machen. Das bedeutet: Buildpläne höherer Qualität und schnellere Änderungen.

Unterstützung von Smart Mirrors in Bamboo

Für verteilt arbeitende Teams sind Smart Mirrors eine große Zeitersparnis. Es lassen sich viele Stunden unproduktiver Zeit einsparen, wenn dank Smart Mirroring Repositories in geographischer Nähe zu den Teams geklont werden können. Diese Zeitoptimierung gibt es nun auch bei Builds. Dazu einfach einen Spiegelserver auswählen, wenn man in Bamboo ein integriertes Bitbucket-Repository auswählt und Bamboo kümmert sich um den Rest. Selbst bei Hosting in Co-Location-Infrastrukturen lässt sich so ein spürbarer Unterschied feststellen und Lastspitzen besser verteilen.

Berechtigungen auf Projektebene

Mit Bamboo 6.2 wird eine neue Rolle eingeführt: der Projektadministrator. Im Zuge dessen können Berechtigungen in Bamboo von nun an auch auf Projektebene angewandt werden.

Bamboo-Administratoren können so einige ihrer Verpflichtungen an diejenigen delegieren, die für die eigentlichen Projekte verantwortlich sind oder allgemeine Berechtigungen über mehrere Buildpläne hinweg setzen. Dies vereinfacht die Verwaltung von Bamboo-Instanzen mit sehr vielen Nutzern und kommt Organisationen mit strengen Richtlinien für Regulation und Sicherheit entgegen

Plan-Erstellen-Berechtigung

Die globale “Plan Erstellen”-Berechtigung heißt nun “Erstellen” und ermöglicht es, leere Projekte zu erstellen. Zusätzlich dazu lassen sich mittels der “Erstellen”-Berechtigung auf Projektebene neue Pläne erstellen, selbst wenn man die globale Erstellen-Berechtigung nicht besitzt.

Die bereits existierenden Berechtigungen auf Plan-Ebene (Anzeigen, Editieren, Bauen, Schließen, Administrieren) können von nun an auf Projektebene gesetzt werden und damit für alle Pläne eines Projektes übernommen werden. Sie können diese Berechtigungen selbstverständlich auf Plan-Ebene individuell anpassen.

Berechtigungen sind additiv

Sobald Berechtigungen auf einer Ebene gesetzt worden sind, werden diese auf die niedrigeren Ebenen vererbt. Sie können keine Berechtigungen auf einer niedrigeren Ebene überschreiben oder entfernen. Ein Beispiel: Besitzen Sie die “Erstellen”-Berechtigung auf globaler Ebene, können Sie auf allen Ebenen (Global, Projekt, Pläne ..) Pläne erstellen. Falls Sie die “Build”-Berechtigung auf der Ebene eines bestimmten Projektes besitzen, aber keine explizit für einen Plan innerhalb des Projektes, so sind Sie trotzdem dazu in der Lage, den Build dieses Planes anzustoßen.

Projektmenü

Das neue Projektmenü namens Projects listet alle verfügbaren Projekte mit ihren Kürzeln, Namen und Beschreibungen auf.

Diese Projektliste ist zusammen mit den Projektdetails für alle Nutzer zugänglich, die Zugriff auf Bamboo haben – auch anonyme Nutzer, wenn anonymer Zugriff aktiviert ist.

Skalieren im großen Stil

Bamboo 6.2 führt neue Artifact Handler und Proxies für das Bootstrapping von Agents ein. Beide Neuerungen dienen dazu, die Last eines Bamboo-Servers zu reduzieren und die Fähigkeit zur Skalierung zu erhöhen. Die neuen Optionen zur Ablage von Build-Artefakten sind Amazon S3 und NFS, womit sich das Archivieren von Binärdateien auf für die Datenablage spezialisierte Lösungen auslagern lässt. Ganz ähnlich agieren Agent Proxies, indem diese Abhängigkeiten eines Agents in einem Cache zur Verfügung stellen und somit schneller abrufbar machen.

Diese beiden neuen Features ermöglichen mehr Builds, gleichzeitige Prozesse und Code Releases. Atlassian hat es sich zur Mission gemacht, alle Organisationen jeglicher Größe in die Lage zu versetzen, auf moderne CI-Praktiken zu bauen. Die Vorteile von Tests und Automatisierung für Ihr Unternehmen lassen sich nicht verleugnen. Schnellere Releasezyklen, Code von höherer Qualität und Entwicklungsteams mit mehr Autonomie sind Gamechanger in Ihrem Business. Aus diesem Grund fokussiert sich Atlassian darauf, Bamboo skalierbar zu machen und wird dies auch weiter tun.

Lizenzen für 500 und 1000 Agents

Für die Kunden, die bereits an den Grenzen ihrer CI/CD-Server kratzen, kündigt Atlassian auch ein Preisupdate für neue 500- und 1000-Build Agent-Lizenzen in Bamboo an. Mit 1000 Build Agents reduziert sich die Warteschlangenlänge und mehr Prozesse können parallel ablaufen, was wiederum dafür sorgt, dass Sie mehr Code schneller ausliefern können. Atlassian verspricht, dass die neuen Lizenzstufen bald verfügbar sein werden.

Quellen & Links:

Das interessiert Sie?


Dann sind wir als Atlassian Platinum Partner für Sie da.