Atlassian hat Jira Software Server und Data Center in Version 8.2 veröffentlicht. Besonderheiten bei dieser Version sind die neuen Status-Farben, verbesserte Dev-Panel-Infos und Archivierungsprozesse.

Neue Farben für den aktuellen Status

Um Einheitlichkeit zwischen Jira Server- und Jira Cloud Anwendungen herzustellen, wurden die Farben für verschiedene Status überarbeitet. Hier ein Überblick über die aktuellen Änderungen:

Exportieren von Vorgängen ohne Einbußen in der Speicherkapazität

Um eine Überlastung des Speichers zu vermeiden, war die Anzahl der exportierbaren Vorgänge in Form einer CSV Datei auf 1.000 begrenzt. Da der benötigte Speicher für die Vorgänge reduziert wurde, können ab sofort auch mehr Vorgänge auf einmal exportiert werden. Das Limit der zu exportieren Vorgänge kann damit beliebig angepasst werden. Nach einigen Testdurchgängen war der benötige Speicher für 100.000 Vorgänge von 2GB auf 57MB gesunken.

Auch wenn Sie das Limit beliebig anpassen können (hier: Jira > Erweiterte Einstellungen) beeinflussen große Mengen an archivierten Vorgängen trotzdem die Leistungsfähigkeit des Jira Servers.

Vorgänge archivieren (Jira Data Center)

Vorgänge, die längere Zeit nicht aktualisiert wurden, können ganz leicht archiviert werden. Dies sorgt dafür, dass Ihre Jira-Instanz übersichtlich und ordentlich bleibt.

Aktuell ist es möglich, mittels API einzelne Vorgänge zu archivieren und wiederherzustellen. Die Listen von bereits archivierten Vorgängen lassen sich exportieren und das Basic UI Toolset für die Archivierung von einer Vielzahl an Vorgängen bzw. die Wiederherstellung von bereits archivierten Vorgängen verwenden.

Nicht mehr benötigte Komponenten archivieren

Um das Handhaben von Daten effizienter zu gestalten, ist es ab sofort möglich, nicht mehr benötigte Komponenten zu archivieren. Eine nicht mehr benötigte Komponente wird als “archiviert” markiert und ist nicht mehr im Auswahl-Menü zu finden. In den Vorgängen, in denen die Komponente vorkam, kann diese nur noch im „read only“ Modus aufgerufen werden.

Die Anzahl archivierter Vorgänge, die Sie exportieren, mittels Filter begrenzen

Als System-Administrator ist es möglich, archivierte Vorgänge als CSV-Datei zu exportieren. Atlassian möchte sichergehen, dass diese Dateien auch lesbar und somit nutzbar sind und hat deshalb Filter erstellt, die die Anzahl der zu exportierenden Dateien begrenzen. Dies wiederum limitiert auch die Größe der Dateien, die Sie exportieren. Es lässt sich nun wählen, welche archivierten Vorgänge Sie von einem bestimmten Projekt als CSV-Datei exportieren möchten.

Direkter Zugriff auf Informationen zu Entwicklertools

Jeden Vorgang anzuklicken, um an die Informationen der Entwicklertools zu gelangen, ist sehr mühselig. Indem das Entwickler-Feld ab sofort direkt auf dem Kartenlayout zu finden ist, können die Informationen zu den Entwicklertools direkt sichtbar abgespeichert werden.

Hierzu sind folgende Schritte notwendig: Man gehe zu Board > Configure > Card Layout und wählt Dev Tools, geht dann weiter zu Field Name und zieht dieses Feld auf die jeweilige Karte.

Die Sichtbarkeit der Informationen für das Entwicklungstool lassen sich für jedes Board individuell einstellen. Sobald Sie es einmal eingestellt haben, sind die Informationen auf Ihrem Board verfügbar.

Flexible Boards

Die Größe des ‘Issue Details’-Panels lässt sich nun beliebig anpassen. Scrum und Kanban Backlogs verfügen bereits über diese Funktion, ebenso wie horizontales Scrollen für Boards mit mehreren Spalten. Somit passt alles auf den Bildschirm und Sie behalten leichter den Überblick.


Auch hier wurde an der Leistungsfähigkeit gearbeitet:

Der “Board Picker” Effekt

Mit dem Board Picker lässt sich schnell und einfach zwischen Boards wechseln, allerdings arbeiten nur rund 4% der Nutzer mit dieser Funktion. Da trotzdem die Liste aller verfügbaren Boards geladen wird, wurde dieser Prozess nun umgestellt. Die Liste der Boards wird ab sofort nur geladen, wenn der Board Picker auch verwendet wird. Dies verbessert die Leistungsfähigkeit von Jira, die Schnelligkeit der Boards, sowie die der Backlogs und die Ansicht der Vorgänge.

Geschwindigkeit trifft auf Farbe

Um Ihren Vorgängen mehr Individualität zu verleihen, können Sie den Vorgangskarten auf Basis verschiedener JQL Anfragen unterschiedliche Farben zuordnen. Das Berechnen der JQL-Anfragen und das Zuordnen bestimmter Farben sorgt für Leistungseinbußen ihres Jira Servers. Deshalb hat Atlassian diesen Prozess dahingehend verändert, dass erst der Inhalt der Seite dargestellt wird und nur für sichtbare Vorgangskarten die Farbe angezeigt wird. Diese Anpassung reduziert die Anzahl der JQL Anfragen, die auf einmal geladen werden und verkürzt somit die Ladezeit von Boards und Backlogs.

Plattform-Upgrades

Atlassian Jira Software 8.2 bringt ebenfalls Support für neue Datenbank- und Laufzeitumgebungen mit:

Support für Java 11

Wie bereits angekündigt, ist Support für Java 11 ab sofort verfügbar. Java SE 11 ist das neuste Langzeit Support Release, welches Updates und Lösungen für Probleme längerfristig zur Verfügung stellt.

Support für Microsoft SQL Server 2017

Nach Java 11 erhält nun auch Microsoft SQL Server 2017 Langzeit Support.

Aktualisieren war nie leichter

Atlassian hat einige Probleme behoben, die zu Leistungseinbußen in größeren Jira Instanzen geführt haben, sobald Marketplace Apps installiert oder aktualisiert wurden. Bisher hat jedes Update einer Anwendung in großen Jira-Instanzen dazu geführt, dass Jira sich aufhängt oder langsamer als gewohnt läuft. Falls Sie Erfahrungen mit diesem Problem haben, sollte das Aktualisieren oder Installieren von Anwendung nun deutlich angenehmer sein.

Quelle: Atlassian Confluence – Jira Software Release Notes

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