Atlassian hat die Service Desk- und Verwaltungssoftware Jira Service Desk in Version 4.6 veröffentlicht. Mit dem neuen Update erwarten Sie viele neue Funktionen, darunter der überarbeitete SLA-Kalender.

Neues Portal-Design ab sofort Standard

Seit Jira Service Desk 4.1 erstrahlt das Portal in einem neuen Design. Das Layout des Kundenportals wurde verbessert und neue Branding Optionen wurden hinzugefügt. Bestandskunden konnten bisher zwischen dem alten Design und einem Wechsel zu dem neuen Design wählen. Durch das Upgrade wechseln alle Bestandskunden automatisch zu dem neuen Design und Neukunden bekommen die neue Version bei Installation automatisch.

Verbesserte Anfrage-Listen für Agenten

Da der Kunde König ist, sind die Anliegen der Service Desk Agenten besonders wichtig. Damit die Liste der unbearbeiteten Anfragen übersichtlich bleibt, lassen sich diese nach verschiedenen Kriterien sortieren. Absteigend, alphabetisch, älteste zuerst usw. Diese Einstellungen betreffen nur den Agenten selbst, sodass die Teammitglieder davon nicht betroffen sind.

Dies ist nur eine von vielen Änderungen, die Ihnen die Arbeit mit Anfragen erleichtern soll. Mittlerweile gibt es auch Keyboard Shortcuts (Pfeiltasten), um schnell zwischen Anfragen wechseln zu können.

REST APIs zur besseren Handhabung von Anfragen-Listen

Um die Anfragen auch außerhalb der Benutzeroberfläche verwalten zu können, wurden folgende APIs eingeführt:

  • CreateQueue
  • ReorderQueues
  • GetQueue
  • UpdateQueue
  • DeleteQueue

Schlauere Suchergebnisse

Es ist nun möglich, zwischen den einzelnen Suchergebnissen hin und herzuspringen, ohne zurück auf die Liste der Suchergebnisse wechseln zu müssen. Mit einem Klick auf den Link am Ende der Seite können Sie entweder zum nächsten oder zum vorigen Ergebnis wechseln. Diese Links sind vom Help Center aus für KB Artikel verfügbar.

Data Center: Besser schlafen dank Rate Limiting

Ohne den passenden Schutz kann es Ihnen passieren, dass Ihre Instanz durch Integrations-APIs und Skripte mit großen Mengen an Anfragen überhäuft wird. Dies führt unweigerlich zu Leistungseinbußen und Ausfall der Plattform. Administratoren müssen auf Fehlersuche gehen und werden so mit deutlich mehr Arbeit belastet, was nicht selten zu Überstunden führt.

Rate Limiting sorgt dafür, dass Ihre Jira Instanz sich selbst beschützen kann. Administratoren können nun kontrollieren, wie viele REST API Anfragen durch Automatisierungen und Skripte gemacht werden können. Dadurch verbessert sich die Leistung der Instanz und die Produktivität des ganzen Teams.

Data Center: Neue Informationen im Audit Log

Als Administrator haben Sie nun ein tieferes Verständnis von den Vorgängen Ihrer Instanz. Es wurde eine Liste an neuen und wichtigen Informationen hinzugefügt, die Ihnen dabei helfen soll, Informationen über den Audit Log besser zu verfolgen und zu verwalten.

Hier die Liste an neuen Features:

  • „Dark feature an/aus“
  • „Jira Service gelöscht“
  • „Projektrolle erstellt“
  • „JMX Monitoring an/aus“

Data Center: Cluster Monitoring

Atlassian hat das Cluster Monitoring Plugin erweitert, das es bisher nur im Paket mit Confluence und Crowd gab (Überwachung von Jira Clustern). Somit stehen Ihnen jetzt mehr Möglichkeiten zur Verwaltung Ihrer Data Center Nodes zur Verfügung. All Ihre Clustered Nodes werden jetzt auf einer Seite dargestellt, sowie Uptime (seit dem letzten Neustart), ID, Load und Memory. Allerdings werden auf dieser Liste nur die aktiven Nodes dargestellt. Diese Übersicht soll Ihnen auch dabei helfen zu erkennen, ob ein Node korrekt konfiguriert wurde.

Diese Seite ist für Jira System-Administratoren verfügbar.

Um die Seite aufzurufen, folgen Sie im Menü -> Jira Administration > System > Clustering. Für Systeminformationen der Nodes auf More klicken.

Jira kopiert geänderte Dateien nach einem Update automatisch

Um den Prozess des Upgrades zu erleichtern, müssen personalisierte Dateien nicht mehr einzeln kopiert werden, nachdem das Upgrade abgeschlossen ist. Jira erkennt automatisch, welche Dateien geändert wurden und überträgt diese auf die neue Jira-Instanz. In der Zwischenzeit können Sie sich mit neuen Features vertraut machen.

Neuer JVM Code Cache Check

Diese neue Kontrollfunktion soll sicherstellen, dass Sie die empfohlene JVM Konfiguration für Code Cache Memory verwenden. Ist die Konfiguration unzureichend, kann dies Einfluss auf die Leistung haben. Diese Kontrollfunktion ist für Kunden, die die ATST App bereits manuell auf die Version 1.30.0. aktualisiert haben, verfügbar.

Das Antworten auf Benachrichtigungen von Jira ist nun deutlich leichter

Da vielfach der Wunsch geäußert wurde, auf Jira-Benachrichtigungen mittels Outlook antworten zu können, ist dies nun endlich möglich.

PostgreSQL 10 jetzt in Jira unterstützt

Ab sofort gibt es eine neue Datenbank in Jira: PostgreSQL 10.

Andere Plattformen werden nicht länger unterstützt:

Um eine neue Plattform erfolgreich in Jira integrieren zu können, ist es notwendig, den Fokus von alten Plattformen auf die neue zu richten. Deshalb endet die Unterstützung für folgende Plattformen:

  • SQL Server 2012
  • PostgreSQL 9.4
  • Solaris
  • Oracle 12c R1
  • PostgreSQL 9.5
  • MySQL 5.6
  • SQL Server 2014

Ab Jira 8.8 werden o.g. Plattformen nicht länger unterstützt. Die Plattformen MySQL 5.6 und SQL Server 2014 werden bis Jira 8.10 unterstützt.

Quellen & Links

Quelle: Atlassian Confluence: Jira Release Notes

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