Atlassian hat Jira Software Server und Data Center in Version 8.6 veröffentlicht. Besonderheiten bei dieser Version sind die verbesserte Nutzer- und Rollen-Seite sowie die Präfix- und Suffix-Suche.

Verbesserte Nutzer- und Rollen-Seite

Innerhalb der Projekteinstellungen wurden Verbesserungen an der Nutzer- und Rollen-Seite vorgenommen. Damit sollte es für Projektleiter leichter sein, Personen zu einem Projekt hinzuzufügen und ihnen alle benötigten Befugnisse zu geben – und dies alles in kürzester Zeit.

Es geht hauptsächlich darum, Nutzern Befugnisse zuzuordnen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, sich eine Liste von Nutzern und ihren Befugnissen anzeigen zu lassen. Unter Project settings > Users and roles können Sie sich einen Überblick über diese Funktion verschaffen.

Präfix- und Suffix-Suche

Wenn man den vollständigen Namen eines Vorganges vergessen hat, war die Suche danach vor Jira 8.0 sehr kompliziert. Mit Jira Jira 8.0 kam die Präfix-Suche: text ~ "work*".

Und ab sofort gibt es auch die Suffix-Suche: text ~ "*box"

Benutzerfreundlichere Dropdown Menüs

Um die Nutzerfreundlichkeit des „More“ Menüs und die der Vorgangs- bzw. Kontextansicht zu verbessern (Darstellung des Backlogs nach Rechtsklick), wird beim Scrollen eine Liste aller Funktionen angezeigt.

Burnup-Charts in Jira Software Server

Damit Ihr Team auf dem Weg zum Ziel bleibt, gibt es eine visuelle Darstellung eines Sprints und damit die Möglichkeit, Abweichungen vom geplanten Weg zu erkennen. Bisher waren diese Charts nur in Jira Cloud verfügbar. Jetzt sind sie auch in Jira Software Server verfügbar.

Die Burnup-Charts Ihrer Teams sind, wie auch andere Berichte, in der Berichtssektion zu finden.

Zusätzliche feingranulare Sprint-Berechtigungen

Zusätzlich zu den bereits existierenden Manage Sprints Permissions, welche die Bearbeitung aller sprint-bezogenen Aufgaben möglich macht, gibt es ab sofort auch die Start/Complete sprints-Berechtigung. Damit kann der Nutzer einen Sprint starten oder beenden, wenn die Daten bzw. die Dauer des Sprints feststeht. Die Edit Sprints Permission erlaubt es dem Nutzer, das Ziel und den Namen des Sprints zu ändern. Durch diese Änderungen können Einstellungen gezielt vorgenommen werden und Befugnisse, sowie Aufgaben bestimmten Nutzern zugeordnet werden.

Data Center: Besser schlafen dank Rate Limiting

Ohne den passenden Schutz kann es Ihnen passieren, dass Ihre Instanz durch Integrations-APIs und Skripte mit großen Mengen an Anfragen überhäuft wird. Dies führt unweigerlich zu Leistungseinbußen und Ausfall der Plattform. Administratoren müssen auf Fehlersuche gehen und werden so mit deutlich mehr Arbeit belastet, was nicht selten zu Überstunden führt.

Rate Limiting sorgt dafür, dass Ihre Jira Instanz sich selbst beschützen kann. Administratoren können nun kontrollieren, wie viele REST API Anfragen durch Automatisierungen und Skripte gemacht werden können. Dadurch verbessert sich die Leistung der Instanz und die Produktivität des ganzen Teams.

Data Center: Neue Informationen im Audit Log

Als Administrator haben Sie nun ein tieferes Verständnis von den Vorgängen Ihrer Instanz. Es wurde eine Liste an neuen und wichtigen Informationen hinzugefügt, die Ihnen dabei helfen soll, Informationen über den Audit Log besser zu verfolgen und zu verwalten.

Hier die Liste der neuen Features:

  • „Dark feature an/aus“
  • „Jira Service gelöscht“
  • „Projektrolle erstellt“
  • „JMX Monitoring an/aus“

Data Center: Cluster Monitoring

Atlassian hat das Cluster Monitoring Plugin erweitert, das es bisher nur im Paket mit Confluence und Crowd gab (Überwachung von Jira Clustern). Somit stehen Ihnen jetzt mehr Möglichkeiten zur Verwaltung Ihrer Data Center Nodes zur Verfügung. All Ihre Clustered Nodes werden jetzt auf einer Seite dargestellt, sowie Uptime (seit dem letzten Neustart), ID, Load und Memory. Allerdings werden auf dieser Liste nur die aktiven Nodes dargestellt. Diese Übersicht soll Ihnen auch dabei helfen zu erkennen, ob ein Node korrekt konfiguriert wurde.

Diese Seite ist für Jira System-Administratoren verfügbar.

Um die Seite aufzurufen, folgen Sie im Menü -> Jira Administration > System > Clustering. Für Systeminformationen der Nodes auf More klicken.

Jira kopiert geänderte Dateien nach einem Update automatisch

Um den Prozess des Upgrades zu erleichtern, müssen personalisierte Dateien nicht mehr einzeln kopiert werden, nachdem das Upgrade abgeschlossen ist. Jira erkennt automatisch, welche Dateien geändert wurden und überträgt diese auf die neue Jira-Instanz. In der Zwischenzeit können Sie sich mit neuen Features vertraut machen.

Neuer JVM Code Cache Check

Diese neue Kontrollfunktion soll sicherstellen, dass Sie die empfohlene JVM Konfiguration für Code Cache Memory verwenden. Ist die Konfiguration unzureichend, kann dies Einfluss auf die Leistung haben. Diese Kontrollfunktion ist bereits für Kunden, die die ATST App manuell auf die Version 1.30.0. aktualisiert haben, verfügbar.

Das Antworten auf Benachrichtigungen von Jira ist nun deutlich leichter

Da vielfach der Wunsch geäußert wurde, auf Jira-Benachrichtigungen mittels Outlook antworten zu können, ist dies nun endlich möglich.

PostgreSQL 10 jetzt in Jira unterstützt

Ab sofort gibt es eine neue Datenbank in Jira: PostgreSQL 10.

Andere Plattformen werden nicht länger unterstützt.

Um eine neue Plattform erfolgreich in Jira integrieren zu können, ist es notwendig, den Fokus von alten Plattformen auf die neue zu richten. Deshalb endet die Unterstützung für folgende Plattformen:

  • SQL Server 2012
  • PostgreSQL 9.4
  • Solaris
  • Oracle 12c R1
  • PostgreSQL 9.5
  • MySQL 5.6
  • SQL Server 2014

Ab Jira 8.8 werden o.g. Plattformen nicht länger unterstützt. Die Plattformen MySQL 5.6 und SQL Server 2014 werden bis Jira 8.10 unterstützt.

Konfigurierbare Schemaparameter für die Projekterstellung über Jira REST API

Ab sofort lassen sich neue Projekte voll automatisiert auch mit WorkflowSchemas erstellen.

Die Jira REST API wurde erweitert und mit neuen Parametern und einem neuen Endpunkt ergänzt.

  • POST „/rest/api/2/project“ mit einem neuen, optionalen “workflowSchemeId” – Feld. Damit lässt sich ein Projekt, sowie ein Workflow Schema erstellen und zuordnen.
  • GET „/rest/api/2/project/{projectKeyOrId}/workflowscheme“ um Informationen über das konfigurierte Workflow Schema für ein Projekt zu erhalten

Quelle: Atlassian Confluence: Jira Release Notes

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