Atlassian hat Bitbucket Server und Data Center 7.4 veröffentlicht. Das Finden veralteter Kommentare ist für Entwickler nun während des Code Reviews leichter, und Build-Server sind ab sofort besser integriert. Auch für Systemadministratoren gibt es wichtige Veränderungen.

Den Workflow dank integrierter CI/CD vereinheitlichen

Atlassian hat einiges an Arbeit in eine Vielzahl an neuen Features investiert, um Ihnen dabei zu helfen, schneller von der Idee zur Umsetzung zu kommen. Diese neuen Features sind mit dem neuen Release verfügbar.

Integrierte CI/CD startet mit zwei neuen Möglichkeiten, kontinuierlich Feedback für Ihren Code in Bitbucket Server zu erhalten. Dies geschieht mittels eines neuen Build Tabs und einer neuen Build-Page auf der Pull Request-Seite. Diese wurden so entwickelt, dass Sie Bitbucket nicht verlassen müssen und sich weiter auf Ihre Arbeit konzentrieren können. Falls Sie nun ein Tool wie Bamboo oder Jenkins in Ihre Instanz integrieren, werden Ihnen die Build-Resultate und zusätzliche relevante Informationen direkt neben Ihrem Code angezeigt.

In den folgenden Releases werden mehr integrierte CI/CD-Features zur Verfügung gestellt, um Workflows weiter zu vereinheitlichen und den Weg in die Produktion zu beschleunigen.

Hinweis: Für Bamboo-Integrationen ist Bamboo 7.1+ für Log- und Artefakt-Links erforderlich. Für eine Integration mit Jenkins wird das Integration Plugin 2.0.0+ benötigt, um sich entsprechende Log-Links anzeigen lassen zu können.

Versteckte Kommentare anzeigen

Ab sofort verschwinden Kommentare in älteren Diffs nicht mehr einfach oder werden durch ein Update eines Pull Requests gelöscht. Durch die Auswahl des Kommentarbereichs, sobald dieser in Ihrem Pull Request erscheint, lässt sich besser nachvollziehen, warum sich Code im Verlauf des Pull Requests verändert hat:

  • Es ist nun möglich, sich den Activity Stream einer Datei und damit veraltete Kommentare sowie Kommentare, die in anderen Diffs erscheinen, anzeigen zu lassen.
  • Es lässt sich nun feststellen, welche Kommentare tatsächlich veraltet sind.
  • Es ist nun möglich, auf einen veralteten Kommentar zu antworten, ihn zu löschen oder ihn mit einem Like zu versehen. Dies war bisher nur in der Übersicht möglich.

Mehr Management-Optionen für Ihren Audit Log

Seit Bitbucket 7.0 ist die Arbeit mit dem Audit Log deutlich angenehmer. Mit dem aktuellen Release gibt es wieder einige Neuerungen:

  • Mehr Events, die in Bitbucket Data Center für ein Audit verfügbar sind
  • Event-Namen werden nun zusammengefasst, und die Titel werden für den Nutzer vereinfacht, was ein Übersetzen in die jeweiligen Nutzersprachen vereinfacht.

Nach Kategorien filtern

Audit Log-Events werden nach Kategorien sortiert. Mit einer Data Center-Lizenz lässt sich ein Log nach einer oder mehr Kategorien filtern.

Dies ist besonders hilfreich, wenn man sich beispielsweise nur Repositories oder Permission-Events anzeigen lassen will.

Die Haltedauer von Logs ändern

In Bitbucket Server und Data Center werden Events in einer Audit Log-Datei in Ihrem lokalen Home-Verzeichnis gespeichert. Diese Datei kann als zusätzliche Aufzeichnung oder für die Integration mit Log Aggregation Tools von Fremdanbietern verwendet werden.

Die Anzahl der gespeicherten Log-Dateien ist ab sofort in den Audit Log-Einstellungen konfigurierbar. Bisher war die Anzahl der Log Dateien auf 100 begrenzt. Da die maximale Größe dieser Dateien 100 MB betragen kann, sollten Sie sicherstellen, dass auf jedem Node genügend Speicherplatz zur Verfügung steht.

Bestimmen Sie, wer Repositories löschen darf

Um die Sicherheit Ihrer Daten sicherzustellen, gibt es eine globale Richtlinie, die es Bitbucket Data Center-Kunden erlaubt, für die ganze Instanz geltende Befugnisse einzurichten, die festlegen, wer ein Repository löschen darf.

Skalierung von Git verbessert

Bitbucket Server 7.4 beinhaltet klare Verbesserungen in der Handhabung durch HTTP und SSH:

  • Eine neue Herangehensweise beim Einsatz von Git-Prozessen, welche die genutzten Threads für Anfragen um 80% reduzieren.
  • Eine neudefinierte SCM Cache-Implementation, welche das Teilen von Cache-Paketen unter Clients ermöglicht, unabhängig davon, welches Protokoll verwendet wird: HTTP oder SSH, bzw. Git wire Protokoll (v0 oder V2)

Neuer Data Center App-Check im Lizenz-Upgrade inbegriffen

Jedes Data Center Lizenz-Upgrade ist nun mit einem neuen App Check ausgestattet. Bevor Ihre neue Bitbucket-Lizenz aktiv wird, überprüft Atlassian, ob Ihre bereits installierten Apps ein Upgrade zu einer Data Center-kompatiblen Version benötigen.

Als weiteres Feature gibt es die neuen Status Nachrichten im „Manage-App“ Abschnitt Ihrer Administrationsoberfläche, sodass Sie klar erkennen können, ob eine Ihrer Apps eine neue Lizenz benötigt.

Datenbank-Migration von Build Status Daten

Beim Upgrade auf Bitbucket Server 7.4 werden Sie vermutlich eine erhöhte Arbeitsbelastung Ihrer Datenbank und Ihrem Server feststellen. Dies ist normal und wird durch einen asynchronen Upgrade-Task hervorgerufen, welcher läuft, um die Migration der Build Status Daten abzuschließen.

Während des Upgrades ist die Anwendung trotzdem wie gewohnt verfügbar und Anfragen können wie gewohnt beantwortet werden.

Das Upgrade startet automatisch ungefähr zwei Minuten nach dem Start der Anwendung. In einem Multi Node-Cluster wählt das System einen beliebigen Cluster. Die Dauer wird von der Größe der zu migrierenden Daten bestimmt. Bei kleineren Instanzen müssen Sie mit ungefähr zehn Minuten rechnen, bei größeren mit ungefähr einer Stunde.

Updates für unterstützte Plattformen

Bitbucket Server 7.4 unterstützt nun PostgreSQL 12, und mit Bitbucket 8.0 wird auch die Unterstützung für PostgreSQL 9.4 auslaufen.

Quellen & Links

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