Dies ist der sechste Teil einer Reihe von Blog-Beiträgen über die Jira App Insight von Mindville. Er beschreibt das Reporting-Modul, mit dem die Struktur und die Entwicklung der Geschäftsobjekte dargestellt werden kann.

Eine bessere Sicht auf die Dinge

In Insight können diverse Daten über Objekte gesammelt und mit Referenzen verknüpft werden. Die unterschiedlichen Graphen von Schemas, Objekttypen und Objekten geben einen ersten Überblick über die Struktur der eigenen Geschäftsobjekte. Diese Sicht ist jedoch meist zu eingeschränkt, um alle möglichen Erkenntnisse aus den Daten abzuleiten. Beispielsweise zeigen die Graphen nur einen Ist-Zustand und geben daher keinen Einblick in die Historie der Daten. Des Weiteren ist die Bildung von Summen über ein Attribut oder die Verteilung von Attributen in der Listenansicht der Objekte nicht ersichtlich.

Reports in Insight bieten die Möglichkeit, aggregierte Ansichten der Daten zu erhalten und somit neue Erkenntnisse zu erlangen. Sie können mit anderen Team-Mitgliedern geteilt oder auf einem Dashboard angezeigt werden. Außerdem lassen sich Berichte als Favorit markieren, wenn man diese öfter aufrufen möchte.

In diesem Blogpost werden alle in Insight verfügbaren Berichte präsentiert. Es werden Konfigurationen erklärt und Beispiele für Use Cases gegeben.

Erstellung eines Berichts

Die Berichte sind unter Insight → Reports zu finden. Der Button für einen neuen Report („New Report“) findet sich rechts oben in dieser Ansicht. Es gibt acht verfügbare Berichtstypen für verschiedene Anwendungen. Zusätzlich kann ein eigener Berichtstyp erstellt werden.

Zunächst muss der Bericht durch ein Formular konfiguriert werden. Folgende vier Felder können in jedem Berichtstyp angegeben werden:

  • Name: ein eindeutiger Name für den Bericht. Er hilft bei der Identifizierung des Berichts in der Listen-Ansicht und sollte daher aussagekräftig formuliert sein.
  • Description: eine nähere Erklärung der Inhalte des Berichts.
  • Synchronize: das Intervall, in dem die Daten aktualisiert werden. Je nach Anforderung kann dieser auf Once (einmalig), Daily (täglich), Weekly (wöchentlich) oder Monthly (monatlich) eingestellt werden. Des Weiteren ist es möglich, eine Cron-Expression einzugeben.
  • Labels: Diese helfen vor allem beim Suchen und Filtern nach Berichten. Man könnte beispielsweise Geschäftsbereiche oder ein Projektnamen als Label verwenden, um diese zu kategorisieren.

Mit steigender Anzahl von Berichten lohnt sich die Verwendung von beschreibenden Namen und Labels.

Bericht-Typen im Überblick

Attribute Count

Der Attribute Count Bericht zeigt die Verteilung von Objekten zu einem bestimmten Attribut.

Das Beispiel zeigt die Verteilung von Mitarbeiter-Laptops nach RAM-Größe. Die Konfiguration ist simpel. Zunächst gibt man das Objektschema und den darin enthaltenen Objekttyp an. Nun kann im Dropdown Attribute das gewünschte Attribut gewählt werden, nach dem die Objekte des Typs gruppiert werden sollen. Über einen optionalen Objektfilter lässt sich die Ergebnismenge noch weiter einschränken. Im Beispiel werden nur Geräte angezeigt, die bereits an Mitarbeiter verliehen sind.

Die Mehrheit der Geräte hat eine RAM-Leistung von 8GB

Die Mehrheit der Geräte hat eine RAM-Leistung von 8GB

Attribute Value

Der Attribute Value Bericht summiert die Werte eines Attributs auf.

Im Beispiel der Abbildung werden die Netto-Preise für die Mitarbeiter-Laptops kumuliert. Im Szenario wurden am 04. Mai viele Geräte für knapp 100.000€ gekauft. Eine Woche später erhöhte sich der Bestandswert von Notebooks erneut um ca. 50.000€.

Zu sehen ist die kumulative Ansicht der Notebook-Kosten

Zu sehen ist die kumulative Ansicht der Notebook-Kosten

Catalog

Der Catalog-Report zeigt eine  Liste von Objekten mit deren Attributen. Dies kann beispielsweise sinnvoll eingesetzt werden, um schnell eine Liste von Geräten zu erhalten. Die Objekt-Listen-Ansicht in Insight beinhaltet eine Möglichkeit des Ausdruckens. Daher ist dieser Bericht auch optimal, wenn die gewünschte Liste ausgedruckt werden soll. Der folgende Bericht zeigt eine Liste von Notebooks mit Zusatzinfos zu RAM, Betriebssystem und dem Nettopreis.

Solche Listen lassen sich bei Bedarf auch ausdrucken

Solche Listen lassen sich bei Bedarf auch ausdrucken.

 

Issue Count

Der Issue Count Bericht zeigt die (historische) Anzahl von Jira Issues, die in Zusammenhang mit Objekten erstellt wurden. Dies kann verwendet werden, um die Entwicklung von bestimmten Sachverhalten zu überwachen.

Im Beispiel werden die Issues angezeigt, die Mitarbeiter-Zertifizierungen betreffen. Es zeigt sich, dass sich die Mitarbeiter nur an wenigen Tagen mit Zertifizierungen beschäftigt haben.

In der nich kumulativen Ansicht lässt sich besser erkennen, in welchen Zeiträumen Veränderungen stattgefunden haben

In der nicht kumulativen Ansicht lässt sich besser erkennen, in welchen Zeiträumen Veränderungen stattgefunden haben.

Object Count

Der Object Count Bericht zeigt die (historische) Entwicklung der Anzahl von Objekten eines bestimmten Typs. Er eignet sich beispielsweise, um die Anzahl bestehender VMs zu überwachen.

Im Beispiel wird die Anzahl der User-Objekte über einen Zeitraum von ca. fünf Wochen angezeigt. Es ist zu erkennen, dass die Nutzerbasis am 04. Mai von null auf 87 angestiegen ist. An dem Tag wurden möglicherweise die Einladungen versendet. Ein Paar Nachzügler kamen am 06. Mai hinzu.

Mit diesem Bericht lässt sich leicht erkennen, wenn eine Anzahl (z.B. Incidents) zu groß wird

Mit diesem Bericht lässt sich leicht erkennen, wenn eine Anzahl (z.B. Incidents) zu groß wird.

Object Search

Der Object Search Bericht zeigt das Ergebnis eines Filters an. Dazu muss der Filter zunächst unter Insight → Search for Object erstellt, benannt und gespeichert werden. Dieser Bericht kann verwendet werden, um einen schnellen Überblick über eine bestimmte Menge von Objekten zu erhalten.

Das Beispiel zeigt die Notebooks an, die aktuell auf Lager sind. Diese Geräte können also noch an Mitarbeiter ausgeliehen werden. Der tatsächliche Verleihprozess läuft im Optimalfall automatisiert ab.

Der Suchbericht eignet sich auch gut zum Ablegen auf einem Dashbaord

Der Suchbericht eignet sich auch gut zum Ablegen auf einem Dashboard.

Two Dimensional

Zeigt die Verknüpfung zweier Attribute eines Objekttyps, dargestellt in einer zweidimensionalen Matrix.

Im Beispiel wird die Verteilung von installierten Betriebssystemen nach Hersteller aufgelistet. So lassen sich notwendige Updates leicht erkennen.

Der zweidimensionale Bericht summiert auch die Anzahl der entsprechenden Objekte

Der zweidimensionale Bericht summiert auch die Anzahl der entsprechenden Objekte.

Berichtsansicht und weitere Optionen

Die Ansicht eines Berichts bietet weitere Optionen. Der Bericht kann auf verschiedene Arten angezeigt werden. Für den Attribute Count Bericht gibt es neben dem Pie Chart noch das Balkendiagramm (Bar Chart) und das interaktive Kuchendiagramm. Dieses zeigt immer den Anteil des fokussierten Bereichs an. Dies eignet sich gut bei sehr verteilten Daten, bei denen die Anteile besonders klein sind.

In der Listenansicht von Berichten gibt es noch jede Menge zusätzlicher Möglichkeiten. So kann man Berichte nach Schlagwörtern oder favorisierten Berichten filtern. Man kann sie sortieren, teilen und gruppieren. Besonders interessant ist außerdem die Möglichkeit, einen Bericht als Dashboard Gadget einzubetten. So hat man die wichtigsten Berichte immer auf einen Blick, ohne ins Insight Reporting-Modul wechseln zu müssen.

Custom Report

Mit den bisher dargestellten Berichtstypen lässt sich ein Großteil aller Anforderungen an Berichten abbilden. Die Anzahl und Beschaffenheit der Parameter, die diese Typen annehmen, ist jedoch klar definiert und an vielen Stellen begrenzt. Möchte man mit weiteren Parametern eine andere Sicht auf die Daten erhalten, bietet Insight dafür die Möglichkeit der Custom Reports. Dies sind Widget Module innerhalb eines selbst implementierten Jira Plugins. Damit lassen sich dann auch alle individuellen Wünsche erfüllen. Für die Entwicklung eines solchen Widgets werden Programmierkenntnisse benötigt, welche den Rahmen dieses Artikels sprengen würden. Weitere Informationen dazu gibt es in der offiziellen Dokumentation.

Fazit

Die Berichte bilden eine notwendige und sinnvolle Ergänzung zum Insight-System. Nicht nur kann damit ein schneller Überblick, sondern auch neue Erkenntnisse gewonnen werden. Die angebotenen Vorlagen lassen unzählige Möglichkeiten von Daten-Aggregationen zu, und durch das Widget können die Daten für jeden sichtbar gemacht werden (Berechtigungen nicht vergessen!). Die Erstellung der Reports ist denkbar einfach durch einfache Drop-Down-Menüs geregelt. Ein kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass Änderungen von Objektschema-Namen nicht übernommen werden, und diese nachgepflegt werden müssen.

 

Weitere Fragen?

Dann sind wir als Atlassian Platinum Partner für Sie da.
  • Hier finden Sie ausführlichere Informationen zu unseren Atlassian-Leistungen.
  • Sie haben Interesse an einer Demo des Plugins oder wollen mehr über das Thema erfahren oder ein individuelles Angebot für das Plugin erhalten? Nehmen Sie über unser Kontaktformular mit uns Kontakt auf. Gerne helfen wir Ihnen bei der Auswahl eines Plugins für Ihre Anforderungen.