Dies ist der Abschluss einer aktualisierten Blogreihe über Jira Apps für den Projektalltag. Viele Artikel bisher behandelten die automatisierte Anlage von Projekten und Vorgängen in unterschiedlichen Szenarien. Heute stellen wir Structure for Jira von ALM Works vor. Diese Jira App ermöglicht einen Überblick der Fortschritte über viele Projekte hinweg. Ursprünglich war der Name der App Structure – The Issue Organizer, doch seit Version 5.6 lautet die Tagline Project Management at Scale – vermutlich um die breiten Anwendungsgebiete im Projektmanagement hervorzuheben.

Jira bietet grundsätzlich drei hierarchische Ebenen von Vorgängen. Auf der obersten Ebene sind Epics und auf der untersten die Unteraufgaben. Dazwischen liegen die Stories, Aufgaben, Bugs, Feature Requests, usw. Manchmal wäre es jedoch hilfreich, man könnte weitere Hierarchiestufen einführen. Genau dies ist mit Structure möglichBeispielsweise kann man ein Epic mit Labels kenntlich machen und diese als Themen über den eigentlichen Epics verankern. So erhält man nicht nur eine Fortschrittsübersicht über alle Projekte, sondern auch aufgeteilt nach den Themen.

Wie der Name schon andeutet, lassen sich mit der App Strukturen erzeugen. Das ist eine hierarchische Liste von Vorgängen, welche von jeglichem Typ sein können und aus jeglichem Projekt stammen können. Dadurch lässt sich der Status über alle bestehenden Projekte hinweg visualisieren und in Echtzeit verfolgen. Die Übersicht kann außerdem in eine Excel-Datei exportiert werden.

Man ist nicht länger an eine fixe Anzahl von Hierarchiestufen gebunden. Structure ermöglicht die Nutzung einer unbegrenzten Anzahl von Hierarchien.

Durch das Erstellen von so genannten Structures erhält man einen Überblick über mehrere Projekte

Durch das Erstellen von so genannten Structures erhält man einen Überblick über mehrere Projekte

Man kann die Vorgänge nach den unterschiedlichsten Kriterien sortieren: Status, Priorität, Bearbeiter, Team oder sonstige sinnvolle Kriterien. Zusätzlich zu den gegebenen Spalten für Fortschritte, kann man auch eigene Spalten definieren. Ein besonders flexibles Feature sind die so genannten Formulas. Damit kann man definieren, was in einer Spalte stehen soll. Dabei kann man Rechnungen von Zahlenwerten anwenden, sowie mit Wiki-Markup die Darstellungen ändern.

Mit den Formulas können Spalten individuell angepasst werden

Mit den Formulas können Spalten individuell angepasst werden

 

Auch die Fortschrittsbalken können konfiguriert werden

Auch die Fortschrittsbalken können konfiguriert werden

Das gesamte Projektportfolio kann von einer Übersicht aus überwacht werden. Der Zugriff auf die Ansicht kann dabei durch Angabe von Rollen oder Einzel-Usern beschränkt werden.

Durch die Zusammenfassung des Fortschritts mehrerer Projekte auf einem sehr hohen Level bietet Structure daher eine bessere Basis für Vorhersagen. Möchte man die App nicht in allen Projekten verwenden, so kann man eine Auswahl an Projekten definieren, in der sie verfügbar sein soll. Des Weiteren ermöglichen automatisierte Backup-Strategien Sicherungskopien in regelmäßigen Abständen. Außerdem können dabei Einstellungen und Strukturen „optimiert“ werden, indem ungenutzte Elemente gelöscht werden.

Die App ist neben Server und Data Center mittlerweile auch für die Cloud verfügbar. Dort fehlen jedoch noch einige Funktionalitäten, die in der On-Premise-Variante verfügbar sind. Die Roadmap zeigt jedoch, dass weiterhin viel Entwicklungsarbeit geleistet wird, sodass die Versionen sich in absehbarer Zeit angleichen werden.

Mit Structure for Jira erhält man ein hoch flexibles Tool mit vielen Möglichkeiten. Die Nutzung weiterer Hierarchiestufen kann sehr hilfreich sein für die Verwaltung von Projekten. Dennoch sollte man es an dieser Stelle nicht übertreiben, da zu starke Verschachtelung von Vorgängen die Komplexität erhöht und in Mikromanagement resultieren kann. Ein Wermutstropfen ist die fehlende Möglichkeit, Strukturen zu kopieren. Dafür ist die Dokumentation sehr ausführlich. Durch die enorme Flexibilität ist die Konfiguration des Tools an vielen Stellen nicht trivial. Wer sich aber darauf einlässt, hebt damit die Möglichkeiten seiner Jira Instanz auf ein neues Level.

 

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